Bis hier und nicht weiter!!

Geschichte lieber von mir vorlesen lassen? Dann bitte Play-Button drücken.


Mit einem Bekannten bin ich unterwegs in der Stadt. Wir beide kennen uns jedoch schon seit knapp zwei Jahren, treffen uns meist sporadisch in der Gruppe und verstehen uns gut. Er wohnt mit seiner Lebensgefährtin etwa zwei Autostunden entfernt. Die beiden wollen umziehen und er ist diesmal allein unterwegs, um mit dem ein oder anderen Makler zu sprechen und sich ein paar Bezirke anzuschauen, um schon mal eine Idee zu bekommen, welche Stadtteile für die beiden in Frage kommen könnten.

Er fragt mich ein paar Tage vorher, ob ich ihn begleiten mag. Ich sage zu. Nach einer langen Fahrerei durch mehrere Viertel entschließen wir uns, in einem hippen Restaurant zu Mittag zu essen. Seine Lebensgefährtin und er speisen hier wohl öfters, wenn sie zu Besuch in der Stadt sind. Da ich die Lokalität gar nicht kenne, ist es eine gelungene Abwechslung für mich.

Der Bekannte und ich nehmen unsere Speisen am Tresen ein, wo wir mit einem der Besitzer ins Gespräch kommen und eine sehr angeregte und interessante Konversation führen. Er fragt nach der Lebensgefährtin des Bekannten und bedauert, dass sie diesmal nicht dabei ist. Weiterhin möchte er wissen, wer ich sei und bevor ich meinen Bissen herunterschlucken und antworten kann, springt der Bekannte ein und stellt mich als seine Freundin vor. Wohlbemerkt, nicht als eine Freundin, sondern als seine Freundin!!! Der Besitzer schaut mich fragend an, während ich nun endlich antworten kann: „Eine Freundin der Familie!“ berichtige ich den Bekannten freundlich, aber bestimmt.

Der Besitzer schaut etwas verdutzt, auch ich wundere mich. Dass der Bekannte immer wieder mal einen etwas zu flotten Spruch gegenüber vielen weiblichen Wesen, die er trifft, auf den Lippen hat, ist mir bekannt, aber so weit ging es noch nie. Nach dem Mittagessen machen wir uns wieder auf den Weg und es geht Richtung Innenstadt, wo ich wohne. Im Auto fragt mich der Bekannte, warum ich mich so verhalten hätte. „In welchem Zusammenhang?“ frage ich ihn, denn ich weiß tatsächlich nicht, wovon er spricht.

„Na, ich habe dich als meine Freundin vorgestellt und du hast dies widerrufen.“

„Genau, weil ich nicht deine Freundin bin und du mich nicht als solche vorstellen kannst!“

„Aber das hat meine Männlichkeit entwertet“, entgegnet er.

„Soll das ein Scherz sein!?“ frage ich ohne die Antwort darauf hören zu wollen oder gar eine abzuwarten und rede weiter: „Du bist in einer Beziehung und behauptest, dass ich deine Freundin bin und dies in der Gegenwart einer Person, die wohl weiß, was dein Beziehungsstatus ist! Wenn hier jemand entwertet wurde, dann bin ich es! Durch dich! Jetzt reiß‘ dich gefälligst zusammen und komm‘ ja nicht auf den Gedanken, dies in welcher Form auch immer jemals wieder von Dir zu geben! Reflektier‘ erst einmal dein eigenes Verhalten, bevor du meinst, meins auch nur ansatzweise zu kritisieren!“

Der Bekannte schweigt. Glücklicherweise ist es nicht mehr so weit bis zu mir nach Hause und nur wenige Minuten später, steige ich aus dem Auto und vergesse das Ganze schnell.

Ein paar Monate später, sind der Bekannte und seine Lebensgefährtin in der Stadt. Sie fragt mich per SMS, ob ich mit ihnen und einem weiteren Paar zu Abend essen möchte. Verabredet sind die vier in einem japanischen Restaurant ganz in meiner Nähe. Ich sage zu, denn ich mag die Lebensgefährtin und unterhalte mich gerne mit ihr und auch das andere Paar ist es wert, einen Abend mit ihnen zu verbringen. Aus meinem Sinn ist auch die Geschichte, mit dem Bekannten paar Monate zuvor. Es erschien mir nicht wichtig genug gewesen zu sein, um mich daran langfristig zu erinnern.

Das alleinige oder kollektive Schweigen führt zu einer stillen Übereinkunft


Es wird ein gelungener Abend. Nette Unterhaltung, tolles Essen, bis wir gemeinsam beschließen, uns nach dem Abendessen einen Gelato zu gönnen. Ein Fußweg von circa zehn Minuten liegt vor uns. Es ist ein lauwarmer Sommerabend und bevor wir es bis zum Liebslingsgelatoladen schaffen, fängt es an zu nieseln. Die Art, wo es sich nicht lohnt einen Schirm aufzuspannen, wenn wir einen bei uns hätten, aber doch genug, um einen schnell leicht zu durchnässen, bis man am Ziel angekommen ist.

Auf dem Bürgersteig gehen wir, die drei Damen, voran und die Herren folgen. Als es etwas enger wird, weil ein Autofahrer wohl ungewöhnliche Parkvorlieben besitzt, bleibe ich zurück, so dass nun die zwei weiblichen Bekannten vorgehen, ich alleine hinter ihnen her, gefolgt von den zwei Herren. Nach ein paar Schritten alleine, ist der besagte Bekannte neben mir und überfällt mich mit dem Satz: „Oh, eine Frau die es mag feucht zu werden, auch wenn ich nicht derjenigen bin, der sie gerade befeuchtet!“

Ich schaue ihn verdutzt an. „Sag mal, spinnst Du?!“ gebe ich laut von mir und bleibe stehen. Die Damen drehen sich um. „Alles okay?“ fragt die Lebensgefährtin des Bekannten. „Dein Freund scheint wohl völlig am Rad zu drehen!“ erwidere ich. „Ach, lass‘ ihn, du solltest ihn nicht ernst nehmen!“ sagt sie und alle gehen weiter, als ob nichts passiert wäre. Keiner möchte wissen, was gesagt wurde. Völlig verdutzt dackle ich den vieren die letzten paar Meter zum Gelatolokal hinterher. Saß ich in einem falschen Film oder war ich einfach nur überempfindlich? Der zweite Bekannte, der hinter uns war, hätte nicht überhören können, was zu mir gesagt wurde. War es ihm egal? Nahm ich es tatsächlich so ernst, was als Spaß galt? Alle vier Bekannten waren gut zehn bis fünfzehn Jahre älter als ich. Sollten die es wohl besser wissen, als ich? Ich bin verwirrt, nicht mehr über das, was man zu mir sagte, sondern, wie mein Umfeld darauf reagierte. Oder sollte ich sagen gar nicht reagierte?

Den kurzen Rest des Abends verbringe ich schweigend. Keiner der vier Bekannten involviert mich in das gemeinsame Gespräch. Ein ignorantes Schweigen bildet das Fundament für die angeregte Konversation der vier, während sie ihr Eis genießen und mich ausschließen. Keiner fragt, was passiert ist, aber alle übergehen mich. Ein Zufall?

Die vier sehe ich nach diesem Treffen nie wieder. Zu Hause erst schüttle ich mich frei von der ignoranten Energie dieser Personen und dem Ausgang des Abends.

Es ist nicht nur zwangsläufig die Tat, die ein Vergehen darstellt, sondern auch das bittere Schweigen darüber. Das Schweigen der vier Bekannten und auch mein eigenes, welches durch die Vier an dem Abend beeinflusst wurde. Nicht durch Gewalt, nicht durch Drohung, nicht durch Angst wurde ich zum Schweigen gebracht, sondern durch das vorgespielte selbstverständliche Verhalten und die Ignoranz von vier Personen, die weitaus mehr Lebenserfahrung besaßen, als ich es tat.

An diesem Abend lerne ich: Wenn sich etwas falsch anfühlt, dann ist es auch falsch! Egal, was andere dazu sagen, auch wenn sie in der Mehrzahl sind. Auch verspreche ich mir selbst: Zum Schweigen bringt man mich in derartigen Situationen nicht mehr! Das alleinige oder kollektive Schweigen führt zu einer stillen Übereinkunft und dazu, dass das Gegenüber einen Boden geliefert bekommt, um darauf stets weiterzuwandern, bis jemand ganz klar Grenzen aufzeigt. Vor allem durch das Erheben der Stimme!

© Serap Yıldırım / 2020

Beitragsbild: Nadine Shaabana on Unsplash
Musik / Sounds für Audio:
https://www.zapsplat.com/page/2/?s=restaurant+&post_type=music&sound-effect-category-id
https://www.zapsplat.com/music/traffic-passing-by-recorded-from-inside-car-window-open-engine-idles/
http://www.orangefreesounds.com/albinoni-adagio-in-g-minor-acoustic-guitar/

50 Comments

  1. gkazakou

    Auf das, was sich in einer Unterhaltung falsch anhört, reagierte ich stets, schon als Kind, auch wenn ich nicht direkt ins Gespräch involviert war, sondern nur dabei. Das machte mich manchmal nicht grad beliebt. Aber ich wollte es wissen: was war gemeint? Wie war es gemeint? – Neuerdings, bei zunehmender Schwerhörigkeit, halte ich mich allerdings oft zurück, weil ich nicht sicher bin, ob ich richtig gehört habe, und es für die anderen mühsam ist, mir alles zu wiederholen. Ich erscheine zwangsläufig geichgültiger. Tja.

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    1. mynewperspective

      Liebe Gerda,
      Schwerhörigkeit zählte bei den besagten Bekannten definitiv nicht zum „Problem“. Sie haben die drei Affen gespielt: nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen. Der vierte Affe hat sich darauf verlassen und wusste, dass er in der vorliegenden Konstellation unbeschadet davonkommen wird.
      Herzliche Grüße
      Serap

      Gefällt 4 Personen

        1. mynewperspective

          Liebe Gerda,
          Deinen Ansatz hatte ich natürlich verstanden. Eine zunehmende Schwerhörigkeit verändert ja nicht grundsätzlich die Einstellung des Menschen. Du wirst immer eine Hinterfragerin sein, wenn auch eine unbequeme. Das mag zwar mit der Einschränkung vielleicht etwas anders erscheinen, aber Du bist schließlich noch Du … und das ist sehr gut so. 🙂
          Herzliche Grüße
          Serap

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  2. gann uma

    Mit so einer Altersdiskrepanz kenn ich das nicht, aber von Gleichaltrigen hab ich das mehrmals erlebt. Die waren halt immer so. Genau weil sie immer so waren und ich sie auch immer so kannte, war es „unangebracht“ (später zu seltsam), was dazu zu sagen. Auch weil die jeweiligen Freundinnen da nicht reagierten, es ignorierten oder gar nicht wissen wollten.
    Vielleicht war es nicht die Absicht, dich zu degradieren, sondern eine Mischung aus Gewohnheit und Hilflosigkeit.

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    1. mynewperspective

      Traurig, dass Du so etwas auch erleben musstest.
      Die anderen dabei verstehen zu wollen (Dein letzter Satz – wenn ich ihn richtig deute) führt jedoch den Fokus – um es mal sehr zugespitzt auszudrücken – vom Opfer zu den aktiven oder passiven (Mit-)Tätern. Es ist falsch, was sie taten oder nicht taten! Da hilft auch kein Verständnis.

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      1. gann uma

        Ja. Allerdings haben die nicht das Gefühl jemand zu Opfer zu machen, bzw. sehen das komplett anders. Ist aber mindestens 20 Jahre her und länger, und ich kannte die besser als du deine Bekannten. Aber wer weiß, wer da sonst noch betroffen war. Falsch, seh ich auch so. Zumindest unangenehm.
        Mit dem letzten Satz wollte ich dir eine andere Sichtweise geben, dass nicht allesamt dich abschätzig behandeln wollten.
        Ich wollte vor allem, dass du

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        1. mynewperspective

          Mein Strafrechtsprofessor würde jetzt sagen: „Nicht vergessen: Dummheit schützt vor Strafe nicht!“ Auch wenn Menschen nicht etwas absichtlich oder gar degradierend meinen, bedeutet das nicht, dass es okay ist. Bei einer Verteidigung würde ich so etwas wahrscheinlich auch anbringen, aber das ändert nichts an der „Straftat“ selbst.
          An unterschiedlichen Sichtweisen bin ich immer interessiert, schließlich läuft mein Blog unter dem Namen. Daher danke, dass Du diese reingebracht hast. Nicht nur das Studium, sondern auch das Leben zeigte mir jedoch, dass die anderen Sichtweisen auch meist den Fokus auf das wesentliche verwässern können. Daher mein starker Einwand in dieser Hinsicht.
          Danke Die sehr für den konstruktiven Austausch.
          Herzliche Grüße
          Serap

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          1. gann uma

            Liebe Serap, ich wollte nicht sagen, dass es okay gewesen ist, wie die sich verhalten haben.
            Ich wollte auch nicht relativieren, wie sie sich verhalten haben, nur mögliche Motivation dafür, die vielleicht weniger verletzend für dich sein könnte als „Mittäterschaft“. Wie du das empfindest, ist eh das wichtigste.

            Das mit dem Verwässern des Wesentlichen kann ich sehr gut nachvollziehen. Daher sind starke Menschen, die in solchen Situationen stark und bei sich bleiben, sehr wichtig. Danke.

            LG
            gann

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          2. mynewperspective

            Anscheinend hinterließ ich bei Dir den Eindruck, dass ich dachte, dass Du das Verhalten okay etc. findest. Nein, das ist nicht so. Ich habe verstanden, dass Du es nicht tolerierst. Du wolltest mir eine andere Perspektive zeigen, die, wie Du schreibst, „vielleicht weniger verletzend“ für mich sein könnte. Es ist nur so, dass ich gar nicht verletzt bin oder mich so fühle oder damals gefühlt habe. Ich war verwirrt, wie alle sich verhalten haben. Meine Betrachtung war eine sachliche, auch damals schon, mit dem Entschluss, mich mit derartigen Menschen gar nicht weiter zu beschäftigen und in Zukunft bei derartigen Geschehen, nicht mehr still zu sein. In der Hinsicht scheinen wir auf unterschiedlichen Ebenen kommuniziert zu haben.
            Herzliche Grüße
            Serap

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          3. gann uma

            Danke für die Erklärung. Ja, ich hatte das Gefühl, ich wurde missverstanden. Stimmt, bei dir hab ich mehr emotionale Ebene „gelesen“. Gut, dass wir das jetzt entwirrt haben. Und ich werde über meine emotionale Ebene nachdenken.
            LG, gann

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  3. gann uma

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die das als schlechten Witz betrachtet haben, was auch die Bemerkung der Freundin nahelegt, und du durch deine persönliche Reaktion eine Ernsthaftigkeit und auch Überhöhung reingebracht hast, mit denen keiner umgehen konnte – daher das Schweigen.

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    1. mynewperspective

      Auch hier gilt mein Kommentar wie schon zuvor. Eine verbale sexuelle Belästigung ist keine „Überhöhung“. Nicht in meinem Augen und auch nicht im Auge des Gesetzes. Eine deratige Aussage empfinde ich als sehr gefährlich, weil es das Opfer zum Täter macht.
      Herzliche Grüße
      Serap

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  4. mailpro

    Liebe Serap,
    das ist ja ungeheuerlich!
    Aber es gibt wohl immer noch viele „normale“ Mitmenschen, die ein solches Verhalten / solche Äußerungen für angebracht, ja sogar für besonders witzig halten. Die haben nichts dazu gelernt.
    Gut, dass Du deutlich zu verstehen gabst, dass Du dieses Verhalten nicht akzeptierst. Schlimm, dass die anderen kein Wort darüber verloren, ja Dich sogar aus den weiteren Gesprächen ausgeschlossen haben. Dass Du nicht in der Lage warst, den Vorfall gleich anschließend anzusprechen, kann ich gut verstehen. Mir wäre es glaube ich auch nicht möglich gewesen.
    Bleibt uns allen der Vorsatz, solche Entgleisungen künftig nicht wortlos zu übergehen!
    Vielen Dank für das Teilhaben an diesem Deinem ganz persönlichen Erlebnis!
    Dir einen schönen Tag und herzlichen Gruß, Michael

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    1. mynewperspective

      Hallo Michael,
      „ungeheuerlich“ trifft es leider zu gut.
      So sind eben Menschen. Wir sind eine Wegschaugesellschaft. Nur die wenigstens sagen etwas. Das erleben wir ständig und immer wieder. Leider, leider, leider.
      Herzliche Grüße
      Serap

      Liken

    1. mynewperspective

      Absolut. So ist es. Ich wünschte, ich hätte auch weiterhin etwas gesagt, war aber so überrascht von der (Nicht-)Reaktion, dass ich erst einmal selbst reflektieren musste, um dann später doch festzustellen, dass an meinem Erstgefühl nichts falsch war.
      Herzliche Grüße
      Serap

      Gefällt 1 Person

  5. puzzleblume

    „Wenn sich etwas falsch anfühlt, dann ist es auch falsch! Egal, was andere dazu sagen, auch wenn sie in der Mehrzahl sind.“ – ein guter Satz, ein schützender Satz.
    Es gibt eingespielte Teams mit ganz eigenwilliger erotischer Interaktion, denen es zuweilen Spass macht, andere Menschen in ihr Spiel hineinzuzuiehen.

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    1. mynewperspective

      Du triffst den Nagel auf den Kopf. So ist es. Ich machte mal die Erfahrung, dass eine Freundin zu mir sagte, dass sie gar nichts dagegen hätte, dass ihr Ehemann mich „so toll“ findet. Sie hätte da vollstes Vertrauen, dass ich(!) die Grenze nicht überschreiten, sprich: ihn körperlich nicht ranlassen würde. Da machte ich große Augen! Wer überschritt den hier welche Grenzen? Die beiden wohl meine mit ihren Phantasien über mich! Großes Kopfschütteln!

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  6. abenteuer50

    Liebe Serap , ja der nette Mann hat wohl ein Auge auf dich geworfen 😉 und da du so konsequent bist , ist es ein Reiz für Ihn , der Jäger . 😄es ist nur sehr traurig für seine Lebensgefährtin , dass sie einen Gigolo an ihrer Seite hat und dies ignoriert. Irgendwann erwacht sie . 😉
    Liebe Grüße Mona

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    1. mynewperspective

      Liebe Mona,
      sein Auge kann der Gigolo garne für sich behalten. 😉
      Was die Lebensgefährtin betrifft, bin ich mir nicht sicher. Es scheint Paare zu geben, die derartige Dynamiken in ihrer Beziehung haben/lieben zu scheinen. Nicht meine Welt und schon gar nicht möchte ich in eine derartige reingezogen werden. Jede(r) so, wie er mag, aber dies auf diese Art und Weise auf einen überzustülpen geht wirklich zu weit.
      Herzliche Grüße
      Serap

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  7. Karin

    Ich hätte ihm geantwortet: „Oh, ein Mann, der glaubt, mit vorpubertären Sprüchen aus der untersten Schublade witzig zu sein, liegt vielleicht am Alter, da sammelt sich scheinbar schon Wasser im Kopf an.“
    Diese Biertischmentalität ist vielen Männern nicht auszutreiben, Frau kann sich nur wehren – Charme hilft da nichts. Es gibt aber auch leider genug Frauen, die in der gleichen Liga spielen wie die Männer.

    Gefällt 2 Personen

    1. mynewperspective

      So etwas ähnliches habe ich tatsächlich schon mal gesagt, liebe Karin. Es war – wieder einmal – ein älterer Herr hinter mir am Samstagmorgen an der Kasse im Supermarkt. Die Kassiererin, die anderen Kunden in der Schlange und ich staunten nicht schlecht über seinen anzüglichen Kommentar. Da gab es dann eine Retourkutsche von mir. Natürlich so, dass alle mithören konnten. Schließlich (leider) gehöre ich jetzt zu den geübten!
      Herzliche Grüße
      Serap

      Gefällt 1 Person

  8. Ulli

    Liebe Serap,
    nun gehöre ich auch zu denen, die von meinen Freunden spricht, wie auch von meinen Freundinnen, was schon öfter zu Irritationen geführt hat, sodass ich mir bei den Männern angewöhnt habe zu sagen, ein Freund von mir, doch selbst das schützt nicht vor Irritationen. Es ist schon seltsam für mich, dass man neben dem Partner keine Freunde haben soll. Ich hatte und habe diese immer.
    Allerdings empfinde ich den Spruch deines Bekannten während des zweiten Treffens als sexistisch und kein bisschen witzig, sondern übergriffig. Sexismus ist leider sehr verbreitet und es gibt nicht viele Menschen, die sich Gedanken über ihre Ausdrucksweise machen, auch leider.
    Herzliche Grüße
    Ulli

    Gefällt 4 Personen

    1. mynewperspective

      Liebe Ulli,
      stimmt sprachlich gesehen, kann es manchmal etwas schwierig sein, den Unterschied herauszuhören. In diesem besagten Fall war es jedoch nicht missverständlich, sondern Absicht, was ja auch die spätere Reaktion im Auto zeigt. Warum sollte jemand sonst in seiner „Männlichkeit gekränkt“ sein, wenn ich mit „eine Freundin der Familie“ die Situation in ein richtiges Licht rücke?
      Eine verbale sexuelle Belästigung ist nicht schönzureden und das in keiner der Kulturen und Länder, in denen ich bisher gelebt habe. Vor allem nicht, wenn es in der absichtlichen Form betrieben wird. Das ist traurig.
      Herzliche Grüße
      Serap

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  9. Jules van der Ley

    „Wenn sich etwas falsch anfühlt, dann ist es auch falsch! Egal, was andere dazu sagen, auch wenn sie in der Mehrzahl sind.“ Leider besitzt nicht jeder soviel Autonomie, einer solchen Wahrnehmung zu trauen und sich zu trauen, dagegen zu opponieren, wie sich in einem berühmten psychologischen Experiment gezeigt hat, das du vielleicht kennst. Sonst müsste ich den Nachweis suchen.

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    1. mynewperspective

      Auch ich zweifelte erst, wie ich schrieb. Das ist traurig, weil es zeigt, wie man sich – wenn auch nur kurz – der Mehrheit hingibt. So entstehen nicht nur derartige Situationen, sondern auch ganze Kriege. Die Masse muss es schließlich besser wissen als das Individuum. Wir Menschen scheinen genetisch noch auf die Gemeinschaft gepoolt zu sein, so falsch sie manchmal auch operiert.
      Herzliche Grüße
      Serap

      Gefällt 2 Personen

    1. TeteGina

      Liebe Serap, du hast diese Person doch schon länger gekannt, solche Entgleisungen sind bei so einem Menschenschlag an der Tagesordnung, so meine Einschätzung von solchen Typen,. Tut mir leid, dass dich das so hart getroffen hat und du nicht schon vorher einen Bogen, um diese Leute gemacht hast. Sowas ist unter der Gürtellinie. LG Tete

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      1. mynewperspective

        Liebe Tete,
        „gekannt“ habe ich die Personen wohl nicht wirklich. In solchen Situationen lernt man Menschen erst richtig kennen. Aber das ganze Leben ist ein Lernprozess. Ist ja auch schon Ewigkeiten her und heute reagiere ich natürlich wesentlich schneller auf derartige Anzeichen.
        Hab‘ einen schönen Tag und ganz herzliche Grüße
        Serap

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  10. finbarsgift

    Unerhört hat sich dieser Machotyp dir gegenüber verhalten!
    Solchen Kerlen sollte man immer sofort in die Ei.. treten, damit sie die Konnotation nicht vergessen. Schweigen hilft da nicht weiter, Auch wenn ich dich verstehen kann, aber am Gelatotisch hätte ich da nochmals auf die Pauke gehauen!
    Toll erzählt wieder mal, liebe Serap.
    Dankeschön dafür 🙂
    Herzlich, Lu

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    1. mynewperspective

      Unerhört war es auf jeden Fall, lieber Lu.
      Heute würde ich auch ganz anders handeln, als damals. Man lernt eben dazu. Leider!
      Ich würde meine wertvolle Zeit lieber mit nützlicheren Dingen und Menschen verbringen wollen.
      Herzlichen Dank & Grüße
      Serap

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  11. gnaddrig

    Was für ein unangenehmes Erlebnis, da schüttelt es mich! Das Fazit kann ich voll unterschreiben – man muss schnell klare Grenzen setzen, damit sich da gar nicht erst was einspielt. Auch wenn’s schwerfallen mag (geht mir zumindest so).

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    1. mynewperspective

      Danke sehr. Ist immer schwierig mit den Grenzen. Wann und wo setzt man sie? Spätestens zu dem Zeitpunkt, wie ich es tat. Vielleicht hätte ich auch schon nach dem Ereignis beim Mittagessen einen Schlussstrich setzen müssen? Fakt ist, dass ich gut die Kurve gekriegt habe und aus dieser Situation für die Zukunft lernen konnte. Es ist immer eine Gradwanderung, aber das innere Gefühl ist dabei stets ein guter Kompass.
      Herzliche Grüße
      Serap

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  12. macalder02

    He tenido que leer dos veces para poder entender este complicado asunto del „machismo“ a ultranza. No se si hace por ignorancia o por ver si pesca en río revuelto. Tal vez sea un iluso, pero no concibo que se pueda faltar el respeto a una mujer de esta forma a estas altura de la vida. En fin, tu indignación está justificada y por lo menos, queda como un aviso. También, celebro que saques a la luz este episodio porque puede servir a muchas mujeres tu experiencia. Lamento lo que te ha pasado. Estoy contigo. Un gran abrazo Serap.

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    1. mynewperspective

      La gente, tanto hombres como mujeres, pone a prueba los límites todos los días. Muchos tienen la suficiente confianza en sí mismos y son lo suficientemente reflexivos como para no cruzar los límites de otras personas. Pero siempre hay personas que prueban los límites una y otra vez para ver hasta dónde pueden llegar. Es importante comunicar de forma clara e inequívoca. Saludos

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  13. merleskunststuecke

    Grenzüberschreitungen dieser Art sind völlig inakzeptabel! Ich weiß nicht, ob es immer wirksam ist, wenn man darauf etwas sagt; ich nehme an, ich wäre einfach sofort gegangen… wobei die Stimme zu erheben sicher auch besser für den eigenen Selbstwert ist. LG, Merle

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