Prägende Zitate #50

Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.
– Hermann Hesse

13 Comments

  1. puzzleblume

    Auch wenn es schwer fällt, sich diesbezüglich selbst zu hinterfragen, könnte zumindest allein schon die Frage einiges zutage fördern, das Verstehen fördert, aber verstehen zu wollen ist soviel mühsamer als Ablehnung, und ist auch nach wie vor ein so kompliziertes Erziehungsziel im Gegensatz zur Gut – Böse -Indoktrination, dass es meist nicht einmal in der kleinsten Zelle, der sogar aus Liebe eingegangenen Paarbeziehung, oder der Kernfamilie gelingt.

    Gefällt 3 Personen

    1. mynewperspective

      Das trifft sicherlich auf viele Menschen zu. Auch die, die bemerken, dass es so ist / so sein kann, schieben es von sich schnell wieder weg. Wie Du schon schreibst: Verstehen (und danach handeln) ist mühsamer als eine schnelle Ablehnung des Gegenübers. Dabei lehnt man sich selbst ab. Das ist bitter. Aber was erlernt wurde, kann auch wieder verlernt bzw. abgeschwächt werden. Was natürlich wieder verstehen und handeln bedeuten würde.
      Herzliche Grüße
      Serap

      Gefällt 3 Personen

    2. Benita Wiese (Pseudonym)

      Ich denke, dass es gerade in der Kernfamilie oder Paarbeziehung schwierig ist, weil es dort kaum möglich ist, sich selbst zu entkommen. Die Spiegelung liegt so klar vor einer/einem, dass es enorm weh tun kann.
      In distanzierteren Beziehungen reicht ein oberflächliches Verständnis. Bzw. können wir uns damit leichter belügen und zufrieden stellen. Schon weil dort oft eine nähere Betrachtung gar nicht möglich wäre.
      Liebe Grüße
      „Benita“

      Gefällt 1 Person

      1. mynewperspective

        So ist es meist sicherlich. Noch schwieriger wird es natürlich, wenn das Gegenüber das nicht mehr mitmacht. Entweder bleibt man dann allein oder die nächste Person, die einen als Spiegelbild dient kommt in unser Leben. Der Kreislauf beginnt von vorne. Ein Teufelskreis, sicherlich für die tieferliegenden, nicht immer ganz ersichtlichen Emotionen, die nach Außen auf jemand anderen projiziert werden. Selbstreflektion ist nicht einfach und auch schmerzlich, aber sicherlich am Ende befreiend.
        Herzliche Grüße
        Serap

        Gefällt 1 Person

        1. Benita Wiese (Pseudonym)

          ….. mitunter braucht es auch professionelle Hilfe um aus diesem Teufelskreis zur Selbstreflexion zu gelangen. Das ist keine Schade.
          Um sich z.B. aus einer festgefahrenen Situation, der man noch nach hängt, weil keine Klärung möglich war, zu lösen.
          Stimme dir vollkommen zu, dass Selbstreflexion befreiend ist. Vielleicht nicht nur für eine*n selbst?!
          Herzliche Grüße
          „Benita“

          Gefällt 1 Person

          1. mynewperspective

            Alle positiven Schritte, die wir für uns gehen, sind auch gut für unsere Umwelt, es sei denn, diese Menschen können nicht damit umgehen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
            Schande ist der eigene Weg mit professioneller Hilfe ganz und gar nicht. Warum sollte es auch? Schande ist, dass wir überhaupt dies erwähnen müssen, dass es keine Schande ist. 😉
            Herzliche Grüße
            Serap

            Gefällt 1 Person

          2. Benita Wiese (Pseudonym)

            Sehe ich nicht so, dass es eine Schande ist, erwähnen zu müssen, dass es keine Schande ist. Es gibt noch immer Leute, die professionelle Hilfe bei psychologischen Problemen als solche sehen. Das sind Menschen die vielleicht auf einem anderen Bildungslevel stehen oder mit sehr viel Scham zu kämpfen haben. Ich möchte aber niemanden abwerten, wo immer jemand steht. 😉
            Herzlichen Dank für den Austausch, liebe Serap.
            Herzlich
            „Benita“

            Gefällt 1 Person

    1. mynewperspective

      Wenn es einfach zu erkennen wäre, dann sehe unsere Welt sicherlich ganz anders aus. Wir Menschen sind schon sehr komplexe Wesen.
      Gut ist es jedoch, dass man gewisse Muster an sich erkennt. Vielleicht nicht immer, aber immer öfter. Ob es dann einfach ist, ein festgesetztes Verhalten zu ändern, ist wieder eine andere Sache. Schließlich hatten/haben unsere Muster auch alle einen Sinn, sonst hätten wir sie in erster Linie gar nicht in unser Leben aufgenommen. Wichtig ist es sicherlich herauszufinden, ob diese Denkmuster überhaupt noch Sinn ergeben.
      Herzliche Grüße
      Serap

      Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.