Wochenrückblick #2

Der Rückblick auf eine spannende zweite Woche dem Buch von Julia Cameron folgend. Das Thema der Woche war dem Gefühl der Freiheit gewidmet. Hier ein kleiner zusammenfassender Rückblick in Fragen und Antworten:

An wie vielen Tagen wurden die Morgenseiten geschrieben und wie war die Erfahrung?

Täglich, auch wenn ich zugeben muss, dass ich in dieser Woche an mehreren Tagen nicht wusste, wie ich die vorgegebenen drei Seiten mit Worten füllen soll. Glücklicherweise ist es völlig unerheblich, was man schreibt, Hauptsache man schreibt. Egal was, auch wenn es absolut gar keinen Sinn ergibt. Dies hat den Druck herausgenommen und den Schreibprozess vereinfacht.

Welche Erfahrungen wurden beim Künstlertreffen gemacht?

Mein zweiter Künstlertreff und vor allem die Verschriftlichung dieser Erfahrung machte mir bewusst, wie wichtig das Geben und Nehmen, sowie das Sehen und Gesehenwerden ist. Das (generell) die Waagschalen ausgeglichen sind, ist eine bedeutende Basis und gibt die Kraft für alles andere im Leben.

Was wurde bei den Spaziergängen entdeckt?

Meine Wahrnehmung der Umwelt verschärft sich immer mehr. Meine Sinne sind wacher und ich meine sogar, dass ich mein Tempo gedrosselt habe, wenn ich (auch grundsätzlich zu Fuß) unterwegs bin.

Gab es Aha-Effekte, die bei der Arbeit mit den kreativen Techniken auftauchten?

Mein Aha-Erlebnis in dieser Woche war definitiv die Erfahrung damit, dass eine Balance wichtig ist. Nicht, dass ich dies nicht schon vorher gewusst hätte, jetzt ist das Bewusstsein dafür präsenter. Damit auch das Stück „an Freiheit gewinnen“, denn das Nein-Sagen in gewissen Situationen, verschafft mehr Zeit für mich selbst.

Wurde in der Woche Synchronizität erlebt?

Die Synchronizität dieser Woche: „Gesehenwerden“. In unterschiedlichen Situationen hat sich dies gezeigt. Meine unbewussten Versuche im Leben, nicht zu sehr ‚aufzufallen‘, scheinen ausgedient zu haben. Die Thematik des nichtgesehenwerdenwollens will jetzt gesehen werden.

Was in den Memoiren will eingehender erforscht werden?

Auf jeden Fall das Thema, welches unter Synchronizität beantwortet wurde. Wenn auch gedanklich nicht ganz ausgereift, denke ich, dass die letzten Sätze in den Memoiren #2 den Kern des „lieber nicht auffallen / gesehen werden“ bilden.

© Serap Yildirim / 2018

Dieser Beitrag ist Teil einer 12-Wochen-Serie auf meinem Blog basierend auf dem Buch von Julia Cameron – Es ist nie zu spät anzufangen. Weitere Infos hier.

7 Comments

  1. Heidrun Regina

    „Meine unbewussten Versuche im Leben, nicht zu sehr ‚aufzufallen‘, scheinen ausgedient zu haben. Die Thematik des nichtgesehenwerdenwollens will jetzt gesehen werden.“

    Hihi, liebe Serap, wie schön, dass ES nicht mehr klappt. Ich sehe Dich und Deine Schreibaktivitäten. Unsichtbar gibt es nicht mehr – für Dich und mich. Hihi.

    Ich schau Dich an und schick Dir ein Lächeln mit in Deinen Tag!
    ❤ Heidrun

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  2. kopfundgestalt

    „Meine Sinne sind wacher …“

    Möchtest Du das beibehalten und wenn ja, wie?
    Ich frage das, weil man erfahrungsgemäss irgendwann rausfallen wird.
    Das Gute: Man weiß um die Möglichkeit der tieferen Gefühle, der ausgeweiteten Sinne.
    Immerhin.

    Geltung erlangen ist wohl eines der Hauptbedürfnisse des Menschen (neben den bekannten, vielfach zitierten). Ich denke daher, gelten zu wohlen ist gut – und gehört dazu. Auch da darf es natürlich nicht sein, daß daraus eine Geltungssucht wird. Und wenn, muß man halt zurückrudern…

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    1. mynewperspective

      Gute Frage. Vielen Dank dafür!
      Ehrlichgesagt, bin ich mir nicht sicher, welche der neuen Erfahrungen auf diesem Weg, tatsächlich langfristig hängenbleiben werden. Nicht alles muss auch für die Zukunft dienlich sein. Wichtiger sind für mich die gemachten Erfahrungen auf dem Weg und wie ich diese später bei Bedarf auch wieder abrufen kann, anstatt alles Neue auch permanent in mein Leben zu integrieren. Die gesehenen Vorteile auf diesem Weg können ja auch nur temporäre Vorteile sein.
      Jegliche Art von Extrem ist sicherlich nicht erstrebenswert, die Balance meines Erachtens wichtig. Wobei, generell gesprochen, das Extreme – ob nun egoistisch oder altruistisch – ebenfalls dem Selbsterhaltungstrieb dienst, wie auch alles andere dazwischen.

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